Elliott-Wellen-Prinzip
Das Elliott-Wellen-Prinzip ist eine Theorie des Marktverhaltens, die Ralph Nelson Elliott in den 1930er Jahren entwickelte. Sie besagt, dass sich Finanzmärkte in wiederkehrenden Mustern bewegen, die die kollektive Psychologie der Teilnehmer widerspiegeln. Das Kernmuster ist einfach: Märkte steigen in fünf Wellen und korrigieren in drei Wellen. Dieses 5-3-Muster wiederholt sich auf jedem Timeframe, vom Monatschart bis hinunter zu Tickdaten. Waves 1, 3 und 5 bewegen sich mit dem Haupttrend und heißen Motive Waves. Waves 2 und 4 laufen dagegen und heißen Corrective Waves. Nach Abschluss des fünfwelligen Anstiegs folgt eine dreiwellige Korrektur (A-B-C), bevor die nächste fünfwellige Sequenz beginnt. Das Prinzip ist nicht bloß Mustererkennung. Es geht darum zu verstehen, wo Sie sich im Zyklus des Marktes befinden. Wissen Sie, dass Wave 3 gerade begonnen hat, reiten Sie sie aggressiv. Nähert sich Wave 5 dem Abschluss, ziehen Sie die Stops enger und achten auf Umkehrsignale. Elliott fand heraus, dass die Fibonacci-Folge die Beziehungen zwischen den Wellen in Preis und Zeit bestimmt.
Ralph Nelson Elliott beobachtete, dass Crash und Erholung des Aktienmarkts der 1930er Jahre nicht zufällig abliefen. Er identifizierte einen fünfwelligen Rückgang von 1929 bis 1932, gefolgt von einer dreiwelligen Struktur in der Erholung. Moderne Anwender nutzen dasselbe 5-3-Gerüst: fünf Wellen aufwärts im Wochenchart des S&P 500 zählen und dann die A-B-C-Korrektur abwarten, bevor der nächste Impulse gehandelt wird.